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Für Architekten und Planer · Leitfaden Nr. 3

Feuchtigkeitsflecken auf Marmor und Granit: warum sie nach der Verlegung auftreten und wie man ihnen vorbeugt

Das ist die häufigste Reklamation bei Böden und Treppen aus Naturstein. Sie geht fast immer auf eine Entscheidung bei der Verlegung zurück.

Artikel · 5 Min. Lesezeit

Der Boden wurde gerade übergeben, und nach einigen Wochen zeigen sich dunklere Flecken und Ränder, die mit keinem Reinigungsmittel verschwinden. Der Kunde ruft an, der Verleger schiebt es auf das Material, der Lieferant auf die Verlegung. In den meisten Fällen handelt es sich um Verlegefeuchtigkeit – ein Problem, dem man mit einem einzigen Arbeitsschritt vorbeugen kann.

Was ist die häufigste Reklamation?

Feuchtigkeitsflecken, die die Farbe von Marmor, Granit und Kunststein verändern. Sie sind fast immer auf eine für das Material ungeeignete Verlegung zurückzuführen und lassen sich, einmal aufgetreten, oft nicht mehr beseitigen.

Der Fehler, den man vermeiden sollte: Naturstein im Zementmörtelbett verlegen

Estrich und Zementmörtel brauchen etwa einen Monat, um vollständig auszutrocknen. In dieser Zeit verdunstet die Feuchtigkeit zusammen mit den Salzen aus Zement und Sand nach oben und wird vom Stein aufgenommen. Das Ergebnis sind mehr oder weniger dunkle Flecken, die der Form des Mörtels unter der Platte folgen.

Achtung: Diese Flecken werden leicht mit Ölflecken verwechselt und umgekehrt. Vor jedem Eingriff sollte man die Ursache klären: Für Öl braucht man einen Fleckentferner wie MGP 2, für Feuchtigkeit eine spezifische Behandlung.
D-DAMP-Test auf in Wasser getauchtem Granit
Test an einem sehr saugfähigen Granit, der über 24 Stunden in Wasser getaucht war: Der behandelte Teil nimmt keine Feuchtigkeit auf.

Wie beugt man Feuchtigkeitsflecken vor?

Indem man das Material vor der Verlegung auf der Rückseite und an den Kanten der Platte mit einem Feuchtigkeitsschutz behandelt. Ein einfaches Hydrophobierungsmittel reicht nicht: Man braucht ein Produkt, das das Aufsteigen der Feuchtigkeit auch bei starker Durchfeuchtung verhindert.

Und wenn der Boden bereits verlegt ist? Dieselbe Behandlung verhindert, auch nur auf der Oberfläche aufgetragen, das Aufsteigen der Feuchtigkeit: Man kann auch nach der Verlegung erfolgreich eingreifen und Schäden sowie deren Ausbreitung begrenzen.

Die Lösung

Was ins Leistungsverzeichnis gehört

· Verlegung von Marmor, Granit und Kunststein mit geeigneten Klebern statt im Zementmörtelbett, unter Einhaltung der Trocknungszeiten des Estrichs;
· Feuchtigkeitsschutz D-DAMP auf Rückseite und Kanten der Platten vor der Verlegung;
· bei bestehenden Böden mit austretender Feuchtigkeit: Oberflächenbehandlung mit D-DAMP.

Sie haben einen Boden mit Feuchtigkeitsflecken?

Senden Sie uns ein Foto: Wir helfen Ihnen herauszufinden, ob es sich um Feuchtigkeit, Öl oder etwas anderes handelt und welche Maßnahme die richtige ist.

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